Dieses Bild, auf dem rechts das Bahnhofsgebäude mit Bahnsteig und einem Personenzug, in der Mitte die Gleisanlagen und links im Hintergrund die Verladestation zu sehen ist, stellte Bad Grunds Ortchronistin, Petra Horn, zur Verfügung.

SG Bad Grund/Badenhausen (pb). Anlässlich des 100sten Geburtstages der Kleinbahn, deren Jungfernfahrt 1910 unter Begeisterung der Bürger von Gittelde nach Bad Grund führte, und im Gedenken an den Tag, als der letzte Erzzug vor 39 Jahren auf der Trasse entlang rollte, laden die evangelischen und katholischen Kirchengemeinden der Samtgemeinde Bad Grund am Sonntag, 30. Mai, zum Begehen dieser einstigen insgesamt etwa sechs Kilometer langen Bahnlinie ein. Damit wird schließlich der bereits vierte Pilgerweg gestartet. Er steht unter dem Motto „Zieh deine Straße fröhlich“. An mehreren Stationen, bei denen stets „eingestiegen“ werden darf, macht er halt.

An Sonntag Trinitatis lädt die evangelische Kirchengemeinde Gittelde ab 13.30 Uhr am Gittelde Bahnhof ein, wo ausreichend Parkplätze zur Verfügung stehen,  zur Reise auf Schusters Rappen ein. Auf dem Bahnhofsgelände werden die kleinen und großen Pilger von den Schaffnern Horst Ahrens und Günther Freyer begrüßt, die nicht nur „Fahrkarten“ verteilen, sondern auch einen Einblick in die 100jährige Geschichte der Kleinbahn geben. Mit Liedern werden die Harzclub Heimatgruppe aus Gittelde und die Burgfinken aus Windhausen das Rahmenprogramm ausschmücken. Auch der Posaunenchor Badenhausen/Eisdorf wird seine Instrumente erklingen lassen.

Gegen 14.15 Uhr wird sich der Menschen-Zug in Bewegung setzen und Kurs auf die St. Johannis-Kirche in Windhausen nehmen, die bei 14.30 Uhr erreicht sein wird. Bürgermeister Burkhard Fricke wiederum wird Bilder präsentieren, die zum Reisen und Verweilen in die/der Vergangenheit einladen. Die evangelische Kirchengemeinde wird im Gotteshaus unter dem Motto „Er zog seine Straße fröhlich“ die Apostelgeschichte 8 erzählen, und der Posaunenchor wird noch einmal zu vernehmen sein.

Der „Zug“ rollt erneut gegen 15 Uhr an und nimmt Kurs auf den Parkplatz Ritterheide, wo die Kirchengemeinde Badenhausen eine Station zum Thema „Dampf ablassen“ vorbereitet hat. Danach ist mit Kaffee und Kuchen für eine Pause gesorgt. Übrigens sollten alle daran denken, einen Trinkbecher oder eine Tasse im Reisegepäck zu haben. Die Freiwllige Feuerwehr Windhausen wird nicht nur Sitzgelegenheiten besorgen, sondern sich auch um die Straßensicherung kümmern. Wenn die Kessel abgekühlt und Wasser aufgefüllt ist, wird gegen 16.15 Uhr das Zeichen zur „Weiterfahrt“ gegeben.

Gegen 16.45  Uhr wird am ehemaligen Personenbahnhof Bad Grund in der Nähe der Abgunst die vierte Station erreicht sein. Die Fahrpläne für diese „Stationen des Lebens“ liegen in den Händen der evangelischen Kirchengemeinde Eisdorf.

Um 17 Uhr herum wird sich noch einmal auf den Weg gemacht, das Ziel ist die St. Antonius-Kirche, die spätestens um 17.30 Uhr erreicht sein soll. Die Freiwllige Feuerwehr Bad Grund wird hier darauf achten, dass die Straßen gefahrlos überquert werden können. Die Mädchen und Jungen der Grundschule Bad Grund werden selbst gefertigte Kerzen an die Pilgerer überreichen. Die Diakonie- und Sozialstation werden sich und ihre Arbeit vorstellen. Die katholische Kirchengemeinde wird dort das Prozessionskreuz der ehemaligen St. Barbara-Kirche der evangelischen Kirchengemeinde übergeben. Dem schließt sich der Schlusssegen und ein gemeinsamer Imbiss an.

Wer nicht so gut zu Fuß ist, hat auf der gesamten Strecke die Möglichkeit, in den begleitenden Planwagen umzusteigen. Aus Eisdorf startet außerdem ein weiterer Planwagen, der die Einwohner der Gemeinde und aus Willensen nach Gittelde bringt. Der DLRG-Bus wiederum wird zu einem Taxi umfunktioniert, das von Bad Grund aus zurück nach Gittelde pendeln wird. Die Johanniter sind die ganze Zeit zugegen. Übrigens wird die Kollekte des „Stationsweges“ der Arbeit der Diakonie- und Sozialstation zugute kommen.


Sie haben die Plakate ausgemalt, die auf den vierten Pilgerweg aufmerksam machen, der am 30. Mai von Gittelde aus seinen Lauf nehmen wird. Foto: Bordfeld