Kreisbrandmeister Frank Regelin, Gemeindebrandmeister Karsten Krügener, der stellvertretende Ortsbrandmeister Mike Lüllemann, Samtgemeindebürgermeister Harald Dietzmann, Bürgermeisterin Petra Pinnecke, Regierungsbrandmeister Karl Heinz Banse und Ortsbrandmeister Thomas Wenzel nach der Ehrung (v. l. n. r.).

Eisdorf (pb). Die Freiwillige Feuerwehr und der Spielmannszug Eisdorf hatten zur Feier ihres 75jährigen beziehungsweise 50jährigen Bestehens zu einer Doppelgeburtstagsfeier ins Kultur- und Sportzentrum zu keinem abendlichen, sondern zu einem zünftigen Frühstücks-Kommers geladen. Diese Entscheidung kam so gut an, dass das KUSZ fast aus den Nähten zu platzen drohte.

Ebenso groß wie die Zahl der Gäste, war auch das Lob der Redner über die Leistungen beider Jubilare. Bevor die aber ans Mikrophon traten, übernahm der Musikzug Taubenborn den Ton. Er faszinierte nicht „nur“ im exzellenten Zusammenspiel, sondern auch und insbesondere durch die Solis, was die Beifallskundgebungen deutlich machten.

Als der vorerst letzte Ton verklungen war, trat Ehrenortsbrandmeister Heinrich Aschoff vor die Gäste, um die Geschichte der Freiwilligen Feuerwehr und des Spielmannszuges Revue passieren zu lassen. Dabei wurde deutlich, dass die Jugendwehr auch ihr bereits 30jähriges Bestehen feiern konnte. Abschließend wünschte der Redner allen Kameraden für die nächsten 25 Jahre viel Spaß bei der Ausbildung, und dass St. Florian immer seine schützende Hand bei Einsätzen über sie halten möge. Dem Spielmannszug wünschte er, dass er mindestens ebenso lange als Kulturträger der Gemeinde zu hören sein möge. Und der Jugendwehr gab er mit auf den Weg, sie möge nie vergessen, dass sie die Zukunft der Freiwlligen Feuerwehr sei.

Den Reigen der Grußwortüberbringer eröffnete dann Samtgemeindebürgermeister Harald Dietzmann, der den Jubilaren für ihre Jahrzehnte währende ehrenamtliche Tätigkeit Dank und Anerkennung aussprach. Die Freiwillige Feuerwehr habe in 75 Jahren ausgezeichnete Einsatzbereitschaft entwickelt. Die Eisdorfer könnten mit Fug und Recht stolz auf ihre Wehr sein, in der jeder Einzelne für den Ernstfall ausgebildet und vorbereitet sei. Die Wehr wiederum dürfe selbst stolz auf die Jugendwehr sein, die zurzeit 14 junge Mitglieder zähle. Dietzmann, der selbst viele Jahre aktives Mitglied des Musikzuges Gittelde gewesen war, sparte aber auch nicht mit Worten des Lobes und der Anerkennung für den Spielmannszug Eisdorf, dem einzigen in der Samtgemeinde Bad Grund.

Eisdorfs Bürgermeisterin Petra Pinnecke sprach beiden Jubilaren ein großes Dankeschön auch im Namen der Eisdorfer Bürger dafür aus, dass man sich stets auf beide verlassen könne. Beide seien unverzichtbar und sehr wichtig, denn beide zeigten immer wieder auf, was Kameradschaft bedeute und bewirke. Sie wünschte sich, dass man in 25 Jahren das 100jährige Bestehen der Freiwlligen Feuerwehr und das 75jährige Bestehen des Spielmannszuges feiern könne. Sie wünschte weiterhin viel Erfolg bei den sportlichen Leistungen und bei der Ausbildung des Nachwuchses. Dem Spielmannszug, dem Team für alle Fälle, sagte sie außerdem noch ganz besonders Dankeschön für dessen Einsatz bei Dorfaktivitäten wie das Osterfeuer und dem Schüttenhoff.

Gemeindebrandmeister Karsten Krügener fasste sich sehr kurz und gratulierte den Jubilaren aufs herzlichste. Nicht ganz so wenig Worte übermittelte  Kreisbrandmeister Frank Regelin, der auf die imponierende Vergangenheit der Wehr und die hohe Verpflichtung für die Zukunft zu sprechen kam. Wie ernst sie genommen werde, zeige allein die hohe Zahl der aktiven und passiven Mitglieder. Lobenswert sei aber auch der Einsatz des Spielmannszuges, der den Menschen mit seinen Auftritten stets viele schöne Stunden bereitet habe und dies auch weiter vollziehen werde.

Regierungsbrandmeister Karl Heinz Banse mahnte an, dass insbesondere die kleinen Wehren nicht nur vor Ort einsatzfähig seien, sondern sich auch untereinander Hilfe leisteten. Diese flächendecke Brandschutz mache einmal mehr deutlich, dass jede Freiwillige Feuerwehr unersetzlich sei. Es freue ihn, dass auch in Eisdorf vor 75 Jahren dem „roten Hahn“ der Kampf angesagt und der Entschluss gefasst worden sei, in Not geratenen zu helfen. Die Freiwillige Feuerwehr könne übrigens sehr stolz auf ihren Spielmannszug sein, damit verfüge sie über einen eigenen, sehr guten Klangkörper.

Bezirkstabführer Thomas Flink überbrachte die Glückwünsche aller Spielmannszüge und Musikzüge des Landkreises und des Kreisstabführers Matthias Riehn. Der Spielmannszug habe sich in seinen 50 Jahren zu einem kleinen Klangkörper mit dem besonderen Etwas entwickelt, der aus dem Kreis Osterode nicht mehr wegzudenken sei. Er dankte allen, die sich für den Spielmannszug eingesetzt haben es auch weiterhin tun werden.

Nachdem noch Kollegen der Kameraden und der Musiker sowie ein Abgeordneter der Vereine und Verbände von Eisdorf ihre Glückwünsche übermittelt hatten, gab es eine große Überraschung für zwei Männer:

Karsten Krügener und Harald Dietzmann überreichten nämlich Ortsbrandmeister Thomas Wenzel das Verdienstabzeichen der Samtgemeindefeuerwehr und dem stellvertretenden Ortsbrandmeister, Mike Lüllemann, das Niedersächsische Ehrenzeichen in Silber für 25 Jahre aktive Mitgliedschaft in der Wehr.

Die erste Vorsitzende des Spielmannszuges, Michaela Rutzen wiederum ließ es sich nicht nehmen, zusammen mit ihren Stellvertreter, Dietmar Töpperwien, den Gründungsmitglieder –Friedhelm Armbrecht, Herbert Armbrecht, Friedhelm Bertram, Hans Gerd Heisenberger, Willi Helmold, Friedel Isermann, Helmut Krückeberg und Karl Heinz Oppermann  – ebenso ein kleines Dankeschön zu überreichen, wie den jüngsten und denen, die „dazwischen liegen“.


Die Gründungsmitglieder des Spielmannszuges der Freiwilligen Feuerwehr Eisdorf zusammen mit Ortsbrandmeister Thomas Wenzel (li.), der ersten Vorsitzenden Michaela Rutzen (2. v. li.) und dem zweiten Vorsitzenden Dietmar Töpperwien (re.). Fotos: Bordfeld